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Zeidler, Lebzelter und Imker in und um Traunstein

Es läßt sich schwer sagen, seit wann sich der Mensch mit den Bienen näher beschäftigte. Die Bienenwohnungen, die Werkzeuge der Imker und auch die Bienenprodukte hinterlassen keine dauerhaften Spuren, die sich später verwerten ließen.

Über die frühesten Anfänge der Bienenhaltung in unserer Gegend läßt sich eigentlich nur spekulieren. (Ägypter und Griechen betrieben nachweislich schon eine hochentwickelte Hausbienenzucht, die über die Jahrhunderte allerdings wieder verloren ging)

Die Imkerei der Frühzeit war vielmehr die Suche nach Bienenvölkern mit gefahrvoller Plünderung der Bienenprodukte. Die erbeuteten Waben konnten ausgepreßt werden. Der Honig wurde verzehrt oder zu Met weiter verarbeitet. Met war das berauschende Getränk der Kelten und Germanen.

Vor gut 2000 Jahren begann eine stärkere Besiedelung unserer Gegend. Römer ließen sich hier nieder, sie bevorzugten den Chiemgau. Bedaium, das heutige Seebruck wurde gegründet. Das Straßendorf hatte um 200 n.Chr. eine Länge von mehr als einen Kilometer mit einer bereits großen Anzahl von gemauerten Häusern.

Man weiß daß die Römer bereits ausgezeichnete Bienenzucht betrieben. Sie verstanden die Haus- und Wanderbienenzucht und stellten aus Holz Bienenwohnungen her. Diese Kästen waren eine Elle breit und zwei Ellen hoch. Der Römer Columella schrieb bereits ein ausführliches Bienenbuch. Darin hieß es beispielsweise:

In Stöcken, in denen zu viel leerer Raum ist, bricht gerne die Faulbrut aus, denn wenn die Bienen außerhalb des Stockes vom Regen überrascht werden und wenn beim Ausflug die Waben nicht genügend besetzt gehalten werden, können die ledigen Zellen zuerst in Fäulnis übergehen.

Sicherlich betrieben einige Bewohner jenes Bedaiums eine intensive Hausbienenzucht, denn Honig war das einzige Süßmittel für Speisen, Getränke und Backwaren und Wachs der einzige Rohstoff für die Kerzenherstellung.

Mit dem Niedergang des römischen Reiches verschwand auch der Stützpunkt am Chiemsee. Mancher Römer blieb und vermischte sich mit der ursprünglichen keltisch-germanischen Bevölkerung. Dennoch dürfte im Verlauf der nächsten Jahrhunderte das römische Wissen über die Hausbienenzucht verloren gegangen sein.


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